Reise

Ein kleines Wort zum Einstieg

Ich habe britische Wurzeln. Das meine Reisehinweise nicht objektiv sein können, sollte daher klar sein. In den letzten Wochen und Monaten bin ich im Freundes- und Bekanntenkreis oft gefragt worden „Du kommst doch aus England, da kannst Du mir doch bestimmt mal ein paar Tipps geben.“

Natürlich kann ich ein paar Tipps geben, mache ich sogar sehr gerne. Nur bitte denkt dabei daran, dass die immer eingefärbt sind und niemals vollständig oder zu 100% so gültig. Diese Tipps basieren letztlich auf meinen eigenen Erfahrungen. Wenn ich z.B. schreibe, welche Stadt, Gegend oder Sehenswürdigkeit echt toll ist, dann nur, weil ich schon selbst dort war. Das heißt nicht, dass der Rest nicht toll ist – ich hab’s nur einfach noch nicht geschafft mal hinzufahren.

Also, lange Rede kurzer Sinn – fahrt hin, schaut selbst und macht euch selbst ein Bild. Es lohnt sich auf jeden Fall.


Organisatorisches

Abblenden, Straßenverkehr, Parken, Sim-Karten, Free WiFi, Währung, Steckdosenadapter

Abblenden

Die Reisevorbereitungen starten hier unter Umständen schon deutlich bevor man auf die Fähre fährt. Auf den britischen Inseln herrscht Linksverkehr. Das alleine macht ja schon Gänsehaut, wenn man selbst noch nie im Linksverkehr unterwegs war. Nun kommt dazu, dass bei Linksgesteuerten Fahrzeugen die Scheinwerfer nach links abgeblendet sind. Nach rechts aber nicht. Auf der Insel, und damit bei Rechtsgesteuerten Fahrzeugen, ist das natürlich andersherum. Bei einigen neueren Fahrzeugen gibt es die Möglichkeit die Scheinwerfer auf den Linksverkehr umzustellen. Hier lohnt wohl mal ein Blick in die Bedienungsanleitung. Wer die Scheinwerfer nicht umstellen kann, der sollte sich also vor Reiseantritt Scheinwerfer Aufkleber kaufen. Die Bedienungsanleitung kann einen schon mal ein bisschen verwirren, aber ein Unfall, weil man den Gegenverkehr geblendet hat, ist sicherlich unangenehmer. Außerdem sind die in Großbritannien, soweit ich das verstanden habe, bei Fahrzeugen ohne verstellbare Scheinwerfer vorgeschrieben. Die Aufkleber gibt es für kleines Geld beim ADAC, amazon und anderen Verdächtigen. Ein Kauf vor Reiseantritt lohnt sich durchaus, da die gleichen Aufkleber auf der Fähre oder in Dover doch teurer sind.

Kreisverkehr

Was Kreisverkehre betrifft lässt sich sagen – je kleiner, desto einfacher. Im Grunde funktionieren die auf der Insel genauso, wie hier auch. Nur eben im Uhrzeigersinn (bei uns laufen die gegen den Uhrzeigersinn). Der fließende Verkehr im Kreis hat Vorrang und man blinkt, wenn man den Kreisverkehr verlässt. Je größer nun solch ein Kreisverkehr ist, desto kniffeliger wird es. So ein Kreisverkehr kann schon mal zwei, drei oder mehr Spuren und noch mehr Abfahrten haben. Hilfreich ist es vorher zu wissen, wo man eigentlich hin möchte (jedenfalls so ungefähr) und dann die Schilder zu lesen. Je nach Größe des Kreisverkehrs werden hier schon mal die einzelnen Spurrichtungen angezeigt oder der gesamte Kreisverkehr abgebildet. Will ich nun die erste Abfahrt nehmen, dann ordne ich mich in der ganz linken Spur ein. Will ich aber z.B. erst die zweite oder dritte Ausfahrt raus, dann nehme ich die rechte Spur (oder die Mitte). Dies gilt natürlich immer in Abhängigkeit der anfahrenden Spuren. Gibt es nur eine, dann sortiere ich mich auch erst im Kreisverkehr.

Linksverkehr

A38 Chesterfield -> Derby

Über Verkehrsregeln im Detail kann ich nicht wirklich etwas sagen – dazu kenne ich die zu wenig. Die Verkehrsschilder sind aber zum Glück ja international gültig und erkennbar – auch wenn die Darstellung im Detail schon mal etwas anders aussehen kann, als hier (also Figuren oder Fahrzeuge oder ähnliches in Warnschildern).

Was ich aber sagen kann ist, dass der Beifahrer durchaus eine wichtige Rolle innehat, wenn man mit einem Linksgesteuerten Wagen unterwegs ist. Ganz gleich ob M, A, Landstraße oder Stadtverkehr. Der Blick nach rechts ist super wichtig im Linksverkehr – von der linken Seite eines Fahrzeugs aus aber auch sehr eingeschränkt. Wenn also ein Beifahrer dabei ist, dann sollte der auch ein bisschen die Augen mit offen halten.

Motorway und Co.

Natürlich gibt es hier auch Autobahnen, Fernverkehrsstraßen, Zubringer und und und. Funktionieren nur ein wenig anders als bei uns. Die Autobahn – Motorway – wird mit M abgekürzt, Fernverkehrsstraßen werden mit A abgekürzt. Geht man also z.B. in Dover von Bord und fährt Richtung London, dann kommt man zunächst auf die A20 und im weiteren Verlauf auf die M20. So ein Motorway funktioniert im Großen und Ganzen wie die Autobahn hier auch. Auffahrten, Abfahrten, Teilungen. Was allerdings bei uns ein ordentliches Autobahnkreuz ist, kann sowohl auf der M, als auch auf der A schon mal ein ausgewachsener Kreisverkehr sein. Hier dann bitte keine Panik bekommen. Schilder lesen, versuchen richtig einzuordnen und wenn’s schief geht einfach nicht über den Umweg ärgern. Ging mir bei meinem ersten großen Kreisverkehr auch so – und schwupp 30 Meilen Umweg. So ist das eben manchmal. Auch wenn so manche A-Road den Vergleich zu einer deutschen Autobahn nicht scheuen muss, so gibt es doch ein paar echte Unterschiede. Kreisverkehre und Ampelanlagen sind hier keine Seltenheit. Auch werden sie schon mal von anderen Straßen gekreuzt oder es tun sich Abfahrten nach rechts auf (also die entgegenkommende Spur kreuzend). Ein Beispiel dafür kenne ich z.B. von der A1 in südlicher Richtung kurz hinter dem R.A.F. Stützpunkt – wir wollten nach Wittering, wussten nichts von der Abfahrt und sind glatt dran vorbei gerauscht. Also bei nächster Gelegenheit im Kreisverkehr wenden und zurück. Im Berufsverkehr kann es sich an solchen Stellen schon mal knubbeln, dann also doppelt aufpassen. Und noch eine Besonderheit dieser A-Roads ist, dass alle Fahrzeuge zugelassen sind. So kann man hier also auch auf Traktoren, Roller oder sogar Fahrräder treffen. Bei den Autobahnähnlich ausgebauten A-Roads sind mir Fahrräder noch nicht begegnet (außer auf dem Gehweg entlang der Straße), bei den weniger ausgebauten A-Roads (ähnlich einer ordentlichen Landstraße hierzulande) kommen Fahrräder dafür umso häufiger vor. Roller dagegen hab ich auch schon auf einer zweispurig ausgebauten Schnellstraße gesehen.

Welche Farbe haben die Schilder? Wie konnte ich das nur vergessen – M ist wie bei uns weiß auf blauem Grund, die A-Roads sind weiß auf grünem Grund.

Maut

Ja, es gibt die eine oder andere Autobahn (Motorway, Blau-Weiß), auf der eine Maut erhoben wird. Das wird durch das Wort „Toll“ kenntlich gemacht. Wie genau das alles funktioniert muss ich selbst noch herausfinden – man kann aber auch problemlos von A nach B fahren, ohne jemals auch nur in die Nähe dieser Maut-Strecken zu kommen. Soweit ich bis jetzt weiß, gibt es überhaupt nur zwei Stecken, auf denen man extra zahlen muss. Das eine ist „The Dartford Crossing“ – also ein Teil der Londoner Ost-Umfahrung.  Die zweite Strecke findet sich in den West Midlands bei Birmingham – und wer will schon nach Birmingham ;-). Im Falle der London Umfahrung gibt es auf den Seiten der Regierung die entsprechenden Infos (auf Englisch). Wie weit man da kommt und wie einfach die Anmeldung und Bezahlung wirklich ist, finde ich dann selbst heraus, kurz bevor ich im Sommer rüber fahre. Bisher bin ich immer westlich an London vorbei und das kostet nur Zeit und Nerven – 2,50 bis 3 Pfund (so über den Daumen) ist mir die östliche Route dann dieses Mal aber locker wert.

Tempolimits

Auch in England gelten Tempolimits. Dabei ist zu beachten, dass die Geschwindigkeit natürlich in Meilen pro Stunde angegeben wird. Wenn also auf dem Schild „30“ angegeben ist, dann sind das auf Km/h übersetzt ca. 48Km/h. Wir hatten immer einen durchsichtigen Aufkleber für die Windschutzscheibe im Auto – so konnte man als Fahrer jederzeit nachgucken, wie schnell man gerade darf. Und nach einer Weile geht es echt in Fleisch und Blut über. Man sollte sich im Großen und Ganzen allerdings auch an die Limits halten. Es ist nicht unbedingt gesagt, dass ein Knöllchen immer auch nach Deutschland geschickt wird, aber wenn doch, dann kann das eben auch mal teurer werden. Blitzer gibt es in natürlich auch – die werden sogar mit Schildern angekündigt. Und sie Blitzen immer von hinten.

Die Basics rund um den Straßenverkehr kann man auch hier noch mal nachlesen.

Parken

Parken funktioniert auf der Insel grob gesagt, so wie hier auch. Es gibt Parkplätze mit Ticketautomat oder Parkhäuser.  Letztere bieten sich für Besucher vom Kontinent allerdings nur an, wenn man einen Beifahrer dabei hat. Das Ticket an der Schranke zieht man hier natürlich auf der rechten Seite – blöd also, wenn man alleine unterwegs ist.

Natürlich kann man auch am Straßenrand parken, allerdings gibt es – wie hier auch – natürlich Halte- bzw. Parkverbote. Halteverbot erkennt man an einer roten Linie am Fahrbahnrand, Parkverbot wird durch eine gelbe Linie gekennzeichnet. Außerdem gilt ein Parkverbot dort, wo in der Fahrbahnmitte eine Doppellinie gezogen ist.

Park & Ride

In vielen Städten gibt es ein Park & Ride System. Hier kann man für kleines Geld am Stadtrand parken und hat eine wirklich gute Busanbindung ins Stadtzentrum – und auch der Bus kostet nicht besonders viel. Im Zentrum im Parkhaus kann es dagegen unverhältnismäßig teurer werden. Ob es Park & Ride Möglichkeiten gibt, sollte man im Netz schon in Erfahrung bringen können oder man achtet auf die Beschilderung vor Ort.

Sim-Karte

Was bei uns die Pre-Paid-Karte ist, heißt in England „Pay as you go“. Für den einmaligen Urlaub lohnt sich das sicher nicht, wer aber öfter drüben ist, für den kann eine solche „Pay as you go“ durchaus sinnvoll sein. Meine persönliche Erfahrung dabei ist leider, dass man sich diese Karte am besten nicht im Shop kauft. Ich hatte mir vor ein paar Jahren mal eine bei O2 gekauft und hab dann beim nächsten Urlaub einige Monate später so wahnsinnig viele Spam sms bekommen, dass ich das Handy schlicht ausgeschaltet habe. Nun hab ich mir vor einem Jahr eine Karte von Lebara bei Tesco an der Kasse gekauft und bin super zufrieden. Pay as you go Karten gibt es wie hier auch in fast jedem größeren Supermarkt. Meist im Kassenbereich. Zeit nehmen beim Einrichten und nicht verzweifeln. Manchmal braucht es mehr als einen Anlauf, zumal ja alle Ansagen nur auf Englisch sind.

Wer nur mal so zum Urlaub auf der Insel ist, kann aber auch guten Gewissens das Auslandspaket vom eigenen Anbieter nehmen. Man sollte sich eben im Klaren sein, dass man genau wie bei jedem anderen Urlaub auch, andere Handykosten hat als zu Hause.

Update April 2017: Mit den neuen Roaming Gesetzen, die im Sommer in der EU kommen, sollte das Problem normalerweise durch sein. Blöd nur, dass die Briten gerade die Austrittsverhandlungen begonnen haben. Also vielleicht doch weiter auf die Kosten achten ;-)

Free WiFi

Anders als in Deutschland gibt es in England unzählige Plätze, wo man kostenlos via Wlan ins Internet kommt. Viele Pubs werben auf Aufstellern mit „Free Wifi“ oder haben entsprechende Aushänge. Die Zugangsdaten bekommt man dann in den meisten Fällen auf Anfrage an der Theke – und wenn man ohnehin schon dort ist, wäre es sicherlich auch recht höflich sich einen Drink zu genehmigen. Auch an anderen öffentlichen Plätzen oder Einrichtungen gibt es oft Free Wi-Fi – Einkaufszentren oder auch manche Busse. Ich muss gestehen, wenn ich drüben bin, dann bin ich bei der Familie – und die lassen mich in ihr Wlan. Für unterwegs habe ich eine englische Sim-Karte und ich bin von der Sorte Mensch, die auch ganz gut mal ein Stündchen oder zwei außerhalb des Internets verbringen können. Was ich also gesichert sagen kann ist – ja, es gibt kostenloses Internet in England und ja, deutlich mehr als hier. Einfach die Augen offen halten.

Währung

In Großbritannien wird mit Britischen Pfund – £ – bezahlt. Der Umrechnungskurs schwankt natürlich. Seit pro Brexit gestimmt wurde noch mehr als vor dem Votum.

Geld kann man – ähnlich wie hier auch – an jedem Geldautomaten ziehen. Und das sowohl mit der normalen EC-Karte, als auch mit der Kreditkarte. Wer viel reist, für den bietet sich vielleicht eine „Reisekreditkarte“ an, mit der man im Ausland kostenlos abheben kann (ein paar Tipps dazu habe ich hier gefunden). Ob alle Bedingungen noch aktuell sind, habe ich nun allerdings nicht überprüft.

Für alle anderen sei einfach gesagt – vergesst die Automatengebühren nicht. Sinnvoll ist es sicherlich in jedem Fall vor der Reise schon mal ein paar Pfundnoten bei der Hausbank zu besorgen. Dann steht man beim ersten Stopp auf der Insel nicht ohne Geld da. Kleine Beträge sind in der Regel für keine Bank ein Problem – die kann man direkt mitnehmen. Größere Beträge müssen unter Umständen erst bestellt werden.

In Großbritannien ist es recht üblich viel schnell und einfach bargeldlos zu bezahlen. Das geht als Tourist nur mit der Kreditkarte. Die EC-Karte lässt sich nur am Geldautomaten einsetzen. Und beim Bezahlen mit der Kreditkarte fallen unter Umständen jedes Mal die Auslandsgebühren an. Hier sollte man sich also in jedem Fall vorher informieren.

Steckdosenadapter

Klingt blöd, ist aber so – in Großbritannien finden andere Steckdosen Verwendung, als auf dem Kontinent. Ein großer Vorteil – wie ich finde – ist, dass die diese Steckdosen einen Ein/Aus-Schalter haben. Der große Nachteil – ohne Adapter hat man keine Chance seine Geräte (also Handyladekabel, Fön und was man so alles benötigen könnte) auch benutzen zu können. Adapter gibt es schon für kleines Geld bei den üblichen Verdächtigen – sowohl online als auch offline. Baumärkte, Müller, Saturn und Co. und wie sie alle heißen.

 

 


Alltägliches

Meal Deal, Supermärkte

Meal Deal

In Großbritannien satt zu werden ist teuer. Ein gängiges Vorurteil und nur bedingt richtig.

Natürlich kann man eine Menge Geld in Restaurants und Pubs lassen. Aber die üblichen Fastfoodketten sind nicht die einzigen Möglichkeiten günstig zu essen. Für den kleinen Hunger zwischendurch bietet sich ein Meal Deal an. Die gibt es in fast allen Supermärkten oder deren Express Läden, sowie in vielen M&S (Marks & Spencer; Warenhaus) und Boots Filiealen (Drogerie). Meist sind die entsprechenden Regale auch echt gut beschildert. Zu einem Meal Deals gehört meist ein Sandwich, Salat oder ähnliches, ein Snack für hinterher (z.B. ein Schokoriegel, eine kleine Tüte Chips oder ähnliches) und ein Getränk. Welche Produkte zum Meal Deal gehören, steht im Regal neben dem Einzelpreis ausgezeichnet – man hat dann eben die Wahl, ob man z.B. 1l Wasser nimmt oder 1/2l Coke. Das Meal kostet dann an der Kasse alles in Allem schlanke 3 bis 4 Pfund und man wird gut satt. Für einen Städtetrip in London also eine echt gute Alternative.

Supermärkte

Was soll ich hier schon groß schreiben. Ja, auch in England muss man mal den Kühlschrank voll machen. Die üblichen – großen – Verdächtigen heißen hier dann z.B.

Tesco (roter Schriftzug, blau unterstrichen)

Sainsbury’s (weiße Schrift auf orangem Grund)

CO-OP (blaue Schrift auf grünem Grund)

ASDA (grüner Schriftzug)

Viele dieser Supermärkte haben dann auch noch kleine, sogenannte Express Filialen. Die großen Läden lassen sich mit real, Marktkauf oder REWE vergleichen. In den kleinen Express Läden – also z.B. Tesco Express oder Sainsbury’s Local – gibt es dann das Nötigste für den Alltag (und fast immer auch das Meal Deal).

Und wer komplett auf Nummer sicher gehen will, der kann auch bei Aldi oder Lidl einkaufen gehen. Das Sortiment bei Aldi ist allerdings britsich angepasst. Bei Lidl könnte man sich unter Umständen schneller und besser zurecht finden. Meine Meinung dazu ist allerdings – und da staunt selbst meine Familie immer ein wenig – „Ich komm doch nicht den ganzen weiten Weg aus Deutschland hier her, nur damit ich dann bei Lidl das einkaufe, was ich auch zu Hause bekommen kann.“ ;-)


Sehenswürdigkeiten

Allgemein

Hier ist ganz klar für jeden was dabei. Von Outdoor bis Städtetrip, Geschichte bis Moderne, Berge bis Küste und Camping bis 5 Sterne. Anregungen, Reisetips und Aktuelles bekommt man natürlich überall im Netz und ich persönlch kenne – und brauche – nur die großen Seiten. Visit Britain zum Beispiel, oder auch die Seite zum Peak District (eine weitere Seite zum Peak gibt’s hier). Natürlich gibt es auch noch extra Seiten zu Wales und Schottland oder auch einzelnen Regionen, wie z.B. Cornwall oder dem Lake District (Cumbria). Wenn man ungefähr weiß, wo die Reise hin geht, dann hilft die Suchmaschine da gerne weiter.

Ich persönlich bin  ein Fan von Wanderwegen und Geschichte – und davon gibt es auf der Insel jede Menge.

Geschichte – das ist auf der Insel sehr vielfältig. Steinzeit, Antike, Mittelalter und Neuzeit – alles ist dabei. Und dann gibt es natürlich unterschiedliche Organisationen, die sich um den Erhalt kümmern. Die beiden größten sind English Heritage und National Trust.

English Heritage kümmert sich meist um den Erhalt steinzeitlicher Monumente, antike Bauwerke oder Burgen. Es sind aber auch einige Anlagen aus der jüngeren Geschichte dabei. Das bekannteste Monument ist sicherlich Stonehenge. Sehr zu empfehlen sind aber z.B. auch Tintagel Castle (Cornwall), Hardwick Old Hall, Bolsover Castle oder auch Castle Rising. Ein kleiner Haken sind die Eintrittgelder, die gerade bei den Touristenmagneten (z.B. Stonehenge) echt nicht ohne sind. Da ist es eine Überlegung wert, ob man nicht vor Reiseantritt einen Overseas Visitor Pass kauft.

Stonehenge

Stonehenge – Wiltshire

Castle Rising

Castle Rising – Norfolk

Bolsover Castle

Bolsover Castle – Derbyshire

Clifford's Tower - York

Clifford’s Tower – Yorkshire

 

 

 

 

 

 

Nach Zahlung kann man sich den vorläufig zu Hause ausdrucken und dann an der ersten Station, die man besucht gegen den eigentlichen Pass austauschen. Als ich diesen OVP zum ersten mal gekauft habe, habe ich die version für 2 Erwachsene genommen – 54Pfund.Dazu gab es einen Aufkleber für die Windschutzscheibe (zum kostenlosen Parken) und ein Buch, in dem alle Orte aufgeführt sind, die vom Emglish Heritage verwaltet werden. Klingt für 9 Tage erst mal teuer. ABER – allein Stonehenge kostet schon 16,50 pro Person. Der Overseas Visitors Pass hat aber den gleichen Stellenwert, wie eine Mitgliedschaft. Der Eintritt ist in dem Moment also frei. So können sich diese 54 Pfund in einem Urlaub also schnell bezahlt machen. Es gibt nur ganz wenige Orte, wo man mit diesem Pass nicht kostenlos Einlass findet – das kann man aber dem Buch entnehmen und meist sind das Orte, die auch so echt erschwinglich sind. In unserem Fall war das Castle Rising (4Pfund Eintritt, 2015). Hier gibt es auch noch einmal einige Infos dazu auf deutsch und mit Rechenbeispiel.

Der National Trust kümmert sich überwiegend um Natur in all ihren Formen, Wanderwege, Herrenhäuser und Gärten, aber auch noch vieles mehr. Auch hier gibt es natürlich einen Touring Pass, mit dem man in vielen Häusern und Gärten freien Eintritt hat. Auch diesen Pass kann man gut über Visit Britain erwerben. Interessant ist dieser Pass in erster Linie, wenn man sich für Gärten und Herrenhäuser interessiert. Gerade die Häuser sind schon mal recht kostspielig im Eintritt. Was ich aber so bisher an Häusern gesehen habe, lohnt sich da ein Blick in Innere unbedingt – zu englischen Gärten muss ich vermutlich nicht wirklich was sagen ;-)

Hardwick (new) Hall

Hardwick Hall – Derbyshire

Sudbury Hall

Sudbury Hall – Derbyshire

 

 

 

 

 

 

Wanderwege und Co sind – in aller Regel – natürlich kostenfrei. Wer also einfach nur die Natur genießen möchte, kommt hier besonders günstig weg.

Bath

Bath – Somerset

Bath

Bath – Somerset

Keswick - Cumbria

Keswick – Cumbria

 

 

 

 

 

 

Wanderwege sind oft als solche gekennzeichnet. Natürlich gibt es da die großen bekannten Wege entlang der Küste – z.B. in Wales oder Südengland – man findet aber auch immer wieder kleinere Routen z.B. in Nationalparks. Teilabschnitte können hier schon mal Public Footpaths sein – und die gehen schon mal mitten über die Weide oder ähnliches. Auf diesen Strecken gilt also, dass man sich entsprechend verhält. Auf dem Weg bleiben und falls Tiere in der Nähe sind, ruhig weiter gehen. Auch ist unbedingt darauf zu achten, dass man Gatter hinter sich wieder schließt.

 

> to be continued <

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